Rückblick Adonia – Musical 2016

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70 Teens mit ihrer LIVE-Band begeisterten vergangenen Freitag die Gäuhalle, die mit rund 500 Zuschauern gut besetzt war.
Sie spielten und sangen in eindrücklicher Weise die Geschichte des Jüngers Petrus, der seinen Fischerberuf an den Nagel hängte, um mit Jesus weiterzuziehen und mit ihm „Menschen zu fischen“.
Hier wurde deutlich, wie groß Gottes Liebe zu jedem Einzelnen von uns Menschen ist: Gott gab seinen Sohn ans Kreuz, damit wir leben können – trotz all unserer Schuld und Schwachheit!

Gänsehaut-Feeling bei der Abschlusshymne

Gänsehaut-Feeling bei der Abschlusshymne

Was für eine geniale Botschaft!!!
ALLEN, die diese Veranstaltung mitorganisiert und geplant, Werbung gemacht, für die Teilnehmer gekocht oder gebacken, gespült, Stühle gestuhlt, hingerichtet, den Gäuhallen-Hausmeisterdienst gemacht, Autos koordiniert, Brandwache gemacht, Getränke verkauft, Besucher begrüßt, Gemeindehaus gerichtet, Geld gespendet … u.v.m. haben – ein HERZLICHES DANKE dafür! Ohne eure Hilfe wäre so ein tolles Event nicht möglich!
Es war auch wieder sehr erfreulich, dass 28 Gastfamilien bereit waren, die Teilnehmer aufzunehmen und zu versorgen. Die Teens waren völlig überwältigt, wie wahnsinnig nett und aufgeschlossen hier alle waren! Ein tolles Erlebnis für die Teilnehmer, dass sie mit so lieben, offenen Armen empfangen wurden und die Häuser für sie geöffnet wurden. Vielen lieben Dank dafür!


Artikel Gäubote, vom 04.04.2016

Vom Fischer Simon zum Menschenfischer Petrus

Bondorf: Adonia gastiert mit dem Musical „Petrus der Jünger“ in der Gäuhalle

Etwa 480 Zuschauer kamen zum Adonia-Musical „Petrus der Jünger“ in die Gäuhalle GB-Foto: Vecsey

 

Was braucht es, um Ansichten zu ändern und das Leben in andere, neue Bahnen zu lenken? Was braucht es, um die biblische Geschichte in die Zeit von Smartphone und Internet zu transportieren? Was braucht es, um Menschen zu begeistern und Hallen zu füllen? Es braucht das Erkennen der Situation, es braucht Gefühl, es braucht Motivation – in der Bondorfer Gäuhalle geliefert von Adonia und dem CVJM.

Petra Gieseler

Zu hören: Meeresrauschen. Zu sehen: Männer, die Netze flicken. Ein Boot. Es gibt viel zu tun in der „Fischerei Simon“ – bis, ja bis da einer auftaucht, der voll krass übers Wasser geht und auch sonst für manches Wunder verantwortlich ist. „Petrus der Jünger“ ist die Geschichte eines der wichtigsten Begleiter Jesu. Bis aus dem Fischer Simon der Fels Petrus wird, ist es jedoch ein langer Weg – Verrat inklusive.

Zwar dem jugendlichen Jargon angepasst, hält sich das Spiel der Akteure doch an das Markusevangelium, die sogenannten Petrus-Trilogien, in denen von Berufung, Messiasbekenntnis und Verratsankündigung die Rede ist. Jesus fordert Simon auf, mit ihm durch das Land zu ziehen. Doch Simon will nicht einfach so seinen Beruf aufgeben und die Familie verlassen. Erst die Wunder – wie die Heilung von Simons Schwiegermutter oder das Beruhigen des Sturmes auf dem See Genezareth – überzeugen ihn. Er schließt sich Jesus an. Doch er verrät ihn auch.

Überzeugend, empathisch und mit ungeheurer Energie transportieren die 69 Akteure auf der Bühne den sensiblen Bibelstoff. Mit wenigen Handgriffen und einem großen blauen Tuch wird aus dem Chor ein See, der mal tosend stürmisch, mal still ruhend dargestellt wird. Sehr eindrucksvoll ist das Spiel der jungen Schauspieler, die von einer Band musikalisch begleitet werden. Das ganze Ensemble ist unglaublich professionell. Und das, obwohl die aktive, gemeinsame Probenarbeit lediglich drei Tage beträgt. Texte und Noten werden sechs Wochen zuvor an die Jugendlichen verschickt, die sich in „Heimarbeit“ auf das Zusammentreffen mit bis dato unbekannten Kollegen vorbereiten.

Seit 15 Jahren gibt es die Adonia Musical Camps. Junge Leute im Alter von zwölf bis 19 Jahren sind als Musiker und Schauspieler dabei. Die Mitarbeiter sind zwischen 18 und 46 Jahren alt. Die 19-jährige Carolin Wack ist eine von ihnen und seit 2005 bei Adonia. Mittlerweile leitet die Studentin das Camp, das mit den Auftritten in Balingen, Meßstetten, Bondorf und Hechingen derzeit auf Tour ist. Auch sie hatte einst als Teilnehmerin angefangen: „Wenn man einmal dabei ist, geht man gerne noch mal mit“, sagt sie, die davon überzeugt ist, dass die Auftritte so gut funktionieren, weil alle ein gemeinsames Ziel haben. „Die Teens und Kids können bei Adonia ihren Glauben, ihre Fähigkeit, ihr Potenzial entdecken und entfalten“, erklärt die 19-Jährige, die nach dem Ende der Vorstellung alle einzeln beim Verlassen der Bühne abklatscht.

Die Stimmung ist grandios. Die 480 Besucher gehen mit, freuen sich mit den Hungernden über die wunderbare Vermehrung von Fisch und Brot, leiden beim Gang nach Golgatha und sind erleichtert ob Jesu Auferstehung. Die emotionale Darbietung der Schauspieler wird musikalisch perfekt unterstrichen. Die Leiterin des Chores, Laura Exner, und der Leiter der Band, Stefan Eber, haben hervorragende Arbeit geleistet. Es sitzt der Text, es stimmt der Ton, jede Geste ist der Aussage entsprechend stimmig. Mit Taschenlampen und Handylicht werden Text und Musik begleitet. Tosender Applaus ist der Lohn für diese ausgesprochen gelungene Aufführung.