Musik zum 2. Advent

Quelle: Gäubote 05.12.2016, von Petra Gieseler

Eine erfrischende Mixtur dargeboten

Bondorf: Der Posaunenchor spielt mit solistischer Unterstützung in der Remigiuskirche auf

Die Bondorfer lieben „ihr Adventskonzert“ und streben am Vorabend des zweiten Advents zur Kirche. Die unterschiedlichen Interpretationen, die vielen Facetten der vertonten Weihnachtsgeschichte, weiß der Posaunenchor trefflich darzustellen.

„Wir sind wieder mitten drin im Advent“, sagte der Leiter des Posaunenchores, Matthias Kreutz, bei seiner Begrüßung. Den Gedanken, dass der Advent der Übergang von „dunkel zu hell“ sei, nahm der Posaunenchor sodann mit dem ersten Stück „Die Nacht ist vorgedrungen“ von Jochen Klepper (1903 bis 1942) auf. Gewaltig und dunkel tönten die Posaunen zunächst, um sich deutlich heller und lichter zu verabschieden. Eine erfrischende Mixtur aus christlicher und weltlicher Musik war es, die die Besucher der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche erwartete. Kreutz, der jedem Stück im Rahmen seiner Moderation eine persönliche Note verlieh, spann heuer den Gedanken der Weihnacht auf leichte Art weiter. Dass jeder, auch aufgrund seiner Herkunft, Weihnachten anders erlebe, war eine zusätzliche Botschaft des Adventskonzertes. So standen die filigranen Klänge bei „Noël“, einem französischen Weihnachtslied englischen Ursprungs, der Bachschen Choralbearbeitung von „Lobet Gott ihr Christen alle gleich“, gegenüber. Dass zu anderen Ländern auch andere Musik und andere In-
strumente gehören, bestätigten Regine Fischer am Piano und Veronica Dressler am Marimbafon. Claude Debussys (1862 bis 1918) „Suite Bergamasque“ unterstrich das Leichte des Abends ohne eine gewisse Dramatik vermissen zu lassen.

Sieben neue Mitglieder begrüßt

Eine besondere Freude war es Matthias Kreuz, sieben Nachwuchsbläser im Rahmen des Adventskonzertes offiziell im Chor willkommen zu heißen. Unter der Leitung von Annette Mayer, mit Unterstützung durch Alfred Schneider, haben die Musiker im Alter zwischen elf und 46 Jahren die zweieinhalbjährige Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Bereits 40 Jahre aktiv im Posaunenchor ist Christof Hiller dabei. Kreutz beglückwünschte Hiller, richtete die besten Grüße des Evangelischen Posaunendiensts in Deutschland (EpiD) aus und bedachte den Musiker mit der goldenen Anstecknadel. Passend hierzu die „Dankmusik“ von Friedrich Veil mit dem Thema von Abbas „Thank you for the Music“. Nach Japan entführte Veronica Dressler mit ihrem Solo „Michi“ von Keiko Abe, mit Regine Fischer und einer temperamentvollen Samba-Variation am Klavier von „Ich steh an deiner Krippen hier“ ging die Reise ins ferne Brasilien. Das aufmerksame Publikum nahm regen Anteil an der Darbietung aller Künstler, brachte durch Zwischenapplaus sein Wohlgefallen zum Ausdruck, sang bei „Vom Himmel hoch“ und der Zugabe „Tochter Zion“ aus voller Kehle mit.

„Mir hat das Konzert sehr viel Spaß gemacht und ich bin mit der musikalischen Leistung aller Beteiligten sehr zufrieden. Ich hoffe, dass wir in der Verbindung von Musik und Erzählung für die Zuhörer ein stimmiges Gesamtpaket schnüren konnten“, sagte Kreutz. Der Spendenerlös des Abends ist für die Beschaffung neuen Notenmaterials gedacht